{"id":300,"date":"2016-03-12T22:19:18","date_gmt":"2016-03-12T21:19:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.adivida.de\/?p=300"},"modified":"2020-06-14T21:51:02","modified_gmt":"2020-06-14T19:51:02","slug":"maenner-sind-schweine-frauen-auch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adivida.de\/?p=300","title":{"rendered":"M\u00e4nner sind Schweine&#8230; Frauen auch"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #f5256a;\"><em>Obacht, der folgende Text enth\u00e4lt Teile \u00e4u\u00dferst grober Ironie!<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8222;M\u00e4nner sind Schweine.&#8220;, &#8222;Typisch Frau.&#8220;, &#8222;Typisch Mann.&#8220;,&#8230;<br \/>\nIch k\u00f6nnte \u00fcber Stunden hinweg weitere klischeehafte Zitate aus meinem Alltag niederschreiben. Phrasen, die mich nerven, denn wir sind in einem Zeitalter angekommen, in dem Frauen gleicherma\u00dfen Schweine sind, wie M\u00e4nner, vielleicht sind Frauen sogar die schlimmeren M\u00e4nner, denn im Gegensatz zu unseren primitiv gestrickten Mitmenschen, sind wir Frauen in der heutigen Zeit hochintelligente Wesen, die Psychotricks als Hochleistungssport betreiben.<br \/>\n(Sorry, liebe M\u00e4nner, so war das nat\u00fcrlich nicht gemeint.)<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #f5256a;\">Aber gehen wir auf Anfang.<\/span><\/p>\n<p>Vor einigen Tagen hatte ich eine Diskussion mit einem Freund \u00fcber das leidige Thema Beziehung.<br \/>\nVor acht Jahren habe ich eine Wette, die ich mit einem Jungen in den ich damals verliebt war abgeschlossen hatte, verloren. Mein Wetteinsatz war ein Kuss. Nachdem ich meine Wettschulden eingel\u00f6st hatte war es klar, wir waren ein Paar.<br \/>\nWir mussten diese Tatsache nicht besprechen, ich musste nicht warten, bis er mir eine Beziehungsanfrage in damals nicht existierenden sozialen Netzwerken stellt. Es war einfach klar.<\/p>\n<p>Was war das damals f\u00fcr eine wundervolle (&#8222;Fr\u00fcher war alles besser.&#8220;) Zeit?<\/p>\n<p>Und heute? Heute treffe ich auf Menschen, die nicht mal mehr z\u00e4hlen k\u00f6nnen, wie viele Lippen sie mit ihren Lippen ber\u00fchrt haben.<br \/>\nHeute schenken Menschen wenn sie mit einem Anderen schlafen ihr wohl wertvollstes, ihren K\u00f6rper und denken nicht mal \u00fcber die Bedeutung dieser Tatsache nach.<br \/>\nIch fungiere in diesem Thema keinesfalls als Moralapostel, zwar schlafe ich nicht mit einem Mann, f\u00fcr den ich keine Gef\u00fchle habe, aber dennoch bekomme ich diesen Motor, der mich in die Ortschaft mit dem Namen &#8222;Zukunft&#8220; bringen soll einfach nicht zum Laufen.<\/p>\n<hr>\n<p>Ich stelle mir oft die Frage, wie wir uns zu diesem Zustand entwickeln konnten.<br \/>\nLiegt es an der Emanzipation der Frau? Liegt es an der Tatsache, dass diese Welt von M\u00e4nnern bev\u00f6lkert wird, die Hosen tragen, welche enger sind, als die meinen (liebe M\u00e4nner, warum tut ihr uns und euch das an?)?<br \/>\nLiegt es an der Wegwerfgesellschaft zu der wir uns im Laufe der letzten Jahre entwickelt haben?<\/p>\n<hr>\n<p>Oft diskutiere ich mit meinen m\u00e4nnlichen Freunden dar\u00fcber, warum sie st\u00e4ndig wechselnde Sexpartner haben d\u00fcrfen und dann wie K\u00f6nige der Doppelmoral \u00fcber Frauen urteilen, die es \u00e4hnlich betreiben.<br \/>\nDie Ironie der Geschichte ist, dass meine primitiven m\u00e4nnlichen Freunde nicht weiter dar\u00fcber nachdenken, oder es gar in Frage stellen w\u00fcrden, sie beantworten dir die Frage lediglich mit einem &#8222;Ist halt so.&#8220; und \u00f6ffnen dir anschlie\u00dfend dein n\u00e4chstes Bier.<br \/>\nM\u00e4nner feiern sich und ihre Geschlechtsgenossen f\u00fcr jedes &#8222;Reh&#8220;, das sie &#8222;schie\u00dfen&#8220;, Frauen dagegen sind &#8222;Schlampen&#8220;, so einfach ist das, M\u00e4dels, willkommen in der Welt der M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Und hier kommen wir schon zu unserer ersten Problematik der heutigen Zeit.<br \/>\nFr\u00fcher, etwa zu Zeiten unserer Eltern, wussten Frauen, was sich geh\u00f6rt, sie wussten sich konventionell zu kleiden und \u00fcberlie\u00dfen den Genuss von Alkohol weitestgehend den M\u00e4nnern.<br \/>\nAber irgendwann kam Alice Schwarzer, die b\u00f6se Feministin ums Eck und zeigte uns, dass wir es besser k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd jetzt stehen wir hier und regieren ein Land, wundervoll, nicht wahr liebe Jungs?<\/p>\n<hr>\n<p>Wenn wir aber an den Ursprung der Menschheit denken, also tausende von Jahren vor Christus, als wir Bewohner, geschmackvoll eingerichteter H\u00f6hlen waren, da gab es eine Rollenverteilung, die \u00fcber Zeiten hinweg Bestand hatte.<br \/>\nDie Frauen waren f\u00fcr den Nachwuchs zust\u00e4ndig, w\u00e4hrend die M\u00e4nner die Besch\u00fctzer, die J\u00e4ger waren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f5256a;\">Liebe M\u00e4nner, ich liebe euch alle, ich f\u00fchle mit euch und wenn ich sage, dass ich wei\u00df, wie hart es ist, diese &#8222;neuen&#8220; Umst\u00e4nde hinzunehmen, dann glaubt mir das.<\/span><\/p>\n<p>Teil meiner Theorie, warum der Beginn &nbsp;einer Beziehung heutzutage so unfassbar schwer ist, ist also tats\u00e4chlich die Emanzipation der Frau.<\/p>\n<hr>\n<p>Ein weiterer Teil meiner Theorie bezieht sich auf unsere Wegwerfgesellschaft.<br \/>\nWir wollen stets das schnellste Auto, das neuste Smartphone, den besten Job, wie sollen wir hier einen Spagat, zu einer langj\u00e4hrigen Beziehung schaffen?<\/p>\n<p>Auch hier sind Frauen meines Erachtens wieder ganz vorne mit dabei. Sie klagen \u00fcber die &#8222;b\u00f6sen&#8220; unter den M\u00e4nnern, besitzen aber stets das selbe Beuteschema.<br \/>\n&#8222;M\u00e4nner sind solche Arschl\u00f6cher.&#8220;<br \/>\nAber ihr vergesst, dass ihr genau diese Spezies interessant findet.<br \/>\nKommt also einmal ein lieber, aufmerksamer Mann daher, so klagt ihr, dass er viel zu &#8222;nett&#8220; ist und nennt ihm die magischen Worte &#8222;du bist wie ein Bruder f\u00fcr mich&#8220;, ernsthaft, wenn ihr so handelt k\u00f6nnt ihr ebenso seine Hoden in eure Vitrine stellen. Kein Mann auf dieser Welt will diesen Satz h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Und nun, liebe Buben, geht es euch auch an den Kragen.<br \/>\nWenn ihr ein M\u00e4dchen habt, einen &#8222;partner in crime&#8220;, ein M\u00e4dchen, mit dem ihr lachen k\u00f6nnt, welches ihr liebt, warum strebt ihr eine d\u00fcnnere, sch\u00f6nere, bessere Frau an?<br \/>\nH\u00f6rt auf wegzuwerfen. Ich wei\u00df, es ist euer Instinkt, aber h\u00f6rt auf zu jagen und zu sammeln.<\/p>\n<hr>\n<p><em>Die Frau von heute und ihre liebste Lekt\u00fcre&#8230;<\/em><\/p>\n<p>Wir haben sie alle und ich nehme mich gerne mit ein, diese vermeintlichen Ratgeber \u00e0 la &#8222;Wie halte ich mir einen Mann.&#8220; &#8211; v\u00f6lliger Bullshit, liebe M\u00e4dels. H\u00f6rt auf solche B\u00fccher zu lesen, ich flehe euch an, erniedrigt euch nicht l\u00e4nger.<br \/>\nH\u00f6rt auf in den Frauenzeitschriften nach Psychoanalysen zu bl\u00e4ttern, lest lieber die Rezepte.<br \/>\nUnd wenn &nbsp;ihr die M\u00e4nner verstehen wollt &#8211; lest B\u00fccher von M\u00e4nnern.<\/p>\n<p>M\u00e4nnern und Frauen gleicherma\u00dfen kann ich die B\u00fccher von Tucker Max w\u00e4rmstens empfehlen. Sie sind wahrscheinlich nicht jederfraus Geschmack (jedermanns Geschmack allerdings definitiv), aber ich habe aus seinen B\u00fcchern eine wirklich wahre und vor allem wichtige Tatsache gelernt.<\/p>\n<p>Wir Frauen erhalten genau den Respekt, den wir einfordern.<br \/>\nAnders gesagt, wenn du einen Mann in einem Club mit auf die Toilette nimmst, erwartest du dann wirklich, dass er dich am n\u00e4chsten Tag anruft?<\/p>\n<p><span style=\"color: #f5256a;\">Wenn wir anfangen Respekt einzufordern, so werden wir ihn erhalten.<\/span><\/p>\n<hr>\n<p>Liebe Mitmenschen, h\u00f6rt auf den Anderen &#8222;zappeln&#8220; zu lassen. H\u00f6rt auf den k\u00fchlen, unnahbaren Part zu spielen.<br \/>\nWenn ihr Gef\u00fchle f\u00fcr jemanden habt, zeigt sie, kommuniziert sie.<br \/>\nWenn ihr jemanden vermisst, dann teilt es ihm mit, Telepathie funktioniert auch in der heutigen hochmodernen Welt nicht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f5256a;\">H\u00f6rt auf \u00fcber die Schritte, die ihr geht nachzudenken.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #f5256a;\"> Brecht aus der ewigen Psychologie aus.<\/span><\/p>\n<p>Anders gesagt: habt ihr je dar\u00fcber nachgedacht, ob ihr um die Liebe eurer Mutter k\u00e4mpft, indem ihr euch drei Tage nicht bei ihr meldet?<br \/>\n<strong><span style=\"color: #f5256a;\">Eure Mutter liebt euch.<\/span><\/strong><br \/>\nWenn der Mensch, f\u00fcr den ihr Gef\u00fchle habt euch ebenso liebt, dann wird diese Liebe nicht durch das \u00c4u\u00dfern eures negativen Gem\u00fctszustandes auf Grund seiner Abwesenheit geschw\u00e4cht werden.<br \/>\nEbenso wird die Liebe nicht durch eure taktisch \u00fcberlegte Abwesenheit gr\u00f6\u00dfer.<br \/>\nEinzig erreicht ihr einen Zustand, welcher in jedem Fall f\u00fcr euch unangenehm ist.<\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Annika&nbsp;\u2661<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obacht, der folgende Text enth\u00e4lt Teile \u00e4u\u00dferst grober Ironie! &#8222;M\u00e4nner sind Schweine.&#8220;, &#8222;Typisch Frau.&#8220;, &#8222;Typisch Mann.&#8220;,&#8230; Ich k\u00f6nnte \u00fcber Stunden hinweg weitere klischeehafte Zitate aus meinem Alltag niederschreiben. 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