{"id":259,"date":"2016-02-27T20:13:38","date_gmt":"2016-02-27T19:13:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.adivida.de\/?p=259"},"modified":"2020-06-14T21:47:05","modified_gmt":"2020-06-14T19:47:05","slug":"bist-du-gluecklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adivida.de\/?p=259","title":{"rendered":"Bist du gl\u00fccklich?"},"content":{"rendered":"<p>Gl\u00fcckseligkeit.<br \/>\n<span style=\"color: #f5256a;\">Das Gef\u00fchl von Wertsch\u00e4tzung, innerer Ruhe, die Gabe, das Wesentliche erkennen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wenn du aufh\u00f6rst es zu suchen, findest du das Gl\u00fcck.&#8220;<br \/>\nJohann Wolfgang von Goethe<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir Menschen befinden uns stets auf der Suche nach dem vollkommenen Gl\u00fcck.<br \/>\nWir m\u00f6chten es t\u00e4glich sp\u00fcren.<br \/>\nWir versuchen Umwege zu vermeiden und erst recht versuchen wir Wege zu umgehen, die uns stolpern oder gar fallen lassen.<br \/>\nWir hadern mit uns.<br \/>\nW\u00e4hrend wir st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt sind unser Leben und dessen Inhalt zu perfektionieren, ganz gleich ob es im Berufs- oder Privatleben ist, vergessen wir uns der bestehenden Tatsachen, welche allgegenw\u00e4rtig sind bewusst zu sein.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f5256a;\">Wir laufen durch die Welt mit gesenktem, stets auf unser Smartphone gerichtetem Blick.<\/span><\/p>\n<p>Wir durchforsten soziale Medien und vergleichen uns auf diesen Plattformen mit unseren Mitmenschen und stellen uns die Frage &#8222;Warum ein anderer und nicht ich?&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"color: #f5256a;\">Wir versuchen uns mit der oberfl\u00e4chlichen Erscheinung anderer zu vergleichen, oder gar zu messen.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>W\u00e4hrend wir all dies tun \u00fcbersehen wir die Sch\u00f6nheit, die uns st\u00e4ndig umgibt.<br \/>\nWenn wir uns mit anderen messen droht das Ungl\u00fcck.<br \/>\nWenn wir auf unser Smartphone blicken, \u00fcbersehen wir die Sonne.<br \/>\nWir versuchen unsere Makel zu \u00fcberdecken und erwarten gleichzeitig, dass wir von anderen bewundert und als sch\u00f6n empfunden werden.<br \/>\nWelch Doppelmoral.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich bin an diesem Morgen aufgewacht und anstatt mich an dieser Tatsache zu erfreuen hadere ich mit meinem Gl\u00fcck.<br \/>\nIch sehe nicht, dass dieser Tag so viele einzigartige Gef\u00fchle f\u00fcr mich bereit h\u00e4lt, sondern arbeite an meiner Zornesfalte w\u00e4hrend meine Schl\u00e4fe pocht.<br \/>\nIch schleppe meinen erm\u00fcdeten K\u00f6rper von Badezimmer zu K\u00fcche und beginne mein Fr\u00fchst\u00fcck vorzubereiten.<br \/>\nMein Automatismus begr\u00fc\u00dft mich und steuert meinen Fernseher an.<br \/>\nW\u00e4hrend ich meine erste Tagesaufgabe absolviere sind meine Augen durch das Flimmern beinahe hypnotisiert, der blaue Himmel, die zwitschernden V\u00f6gel, der bl\u00fchende Kirschbaum vor meinem Fenster bleiben unbeachtet.<\/p>\n<p>Die Ironie dieser Geschichte ist, dass ich nicht mal erlebe, was der Fernseher mir gerade zeigt, da ich mit meinem Smartphone besch\u00e4ftigt bin.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><span style=\"color: #f5256a;\">Der Sinn des Lebens ist leben.<\/span><\/em><br \/>\nAber dieser Samstag morgen hat nichts mit leben zu tun, sondern lediglich mit einer Existenz.<\/p>\n<p>Ich bin genervt von der Tatsache, dass ich am heutigen Tage nicht lebe.<br \/>\nAber allein ich habe die Macht, diesen leblosen K\u00f6rper zum leben zu erwecken.<br \/>\nIch kann keine Schicksalsschl\u00e4ge beeinflussen, jedoch meine Wahrnehmung, die Gedanken in meinem Kopf und meinen Blick auf das Wesentliche.<br \/>\nIch allein kann entscheiden, ob ich meinen K\u00f6rper zur\u00fcck in mein Bett verlege und wieder in das Koma falle, oder ob ich meine Beine benutze um diese Welt zu betreten.<br \/>\nEs liegt an mir, was ich meine Sinnesorgane empfinden lasse, was ich rieche, sehe, h\u00f6re und schmecke.<br \/>\nIch selbst kann entscheiden, ob ich mich mit anderen messe, oder ob ich beginne zu f\u00fchlen, zu erleben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich schalte den Fernseher aus und betrete diese einzigartige Welt.<\/p>\n<p>Ich durfte an diesem Tag aufwachen und mir wurde ein atemberaubender Tag geschenkt.<br \/>\nDie Sonne kitzelt meine Nase, ich rieche den nahenden Fr\u00fchling.<br \/>\nMeine Haut regiert auf die leichte, sommeratige Brise und und meine Augen erfreuen sich an der Sch\u00f6nheit dieser Welt, dem blauen Himmel, den knospenden B\u00e4umen und den fr\u00f6hlichen Menschen meiner Stadt.<br \/>\nMeine Ohren nehmen keine Musik war, sondern lediglich das Rauschen der Motoren der Autos die an mir vorbeiziehen.<br \/>\nMeine Beine tragen mich \u00fcber Feldwege und passieren \u00fcber die Weinberge den ruhigen Wald.<br \/>\nIch setze mich auf eine Bank am Waldrand und f\u00fchle, wie ich meine innere Ruhe finde.<br \/>\nIch f\u00fchle meinen K\u00f6rper, werde mir \u00fcber mein Dasein bewusst.<br \/>\nIch erfreue mich an Schicksalsschl\u00e4gen, denn eben diese erm\u00f6glichen es mir andere Pfade zu betreten.<br \/>\nIch sp\u00fcre, wie mein von der Steigung pochendes Herz sich allm\u00e4hlich beruhigt.<\/p>\n<p>Und mein Smartphone?<br \/>\nEs liegt auf meiner K\u00fcchenzeile, Kilometer von mir entfernt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Als ich nach meiner R\u00fcckkehr meine Wohnung betrete sind meine Backen err\u00f6tet, meine Augen strahlen.<br \/>\nIch habe etliche Nachrichten auf meinem Handy.<br \/>\nIch werde gefragt, was ich mache.<br \/>\nIch antworte &#8222;Ich lebe.&#8220; und schalte mein Handy f\u00fcr heute aus.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Annika\u00a0\u2661<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gl\u00fcckseligkeit. 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